Die Grube Ypsilanta lag in einem großen Bergbaurevier bei Oberscheld umgegeben von anderen Eisenerzgruben. Erst 1904 wurde hier der Maschinenschacht abgeteuft und übertage eine Schachtanlage eingerichtet.  Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die umgebenden Gruben Eiserne Hand und Auguststollen bereits in hoher Blüte.

Schon 1839 wurden das Grubenfeld Ypsilanta an Ludwig Seibel verliehen. Erst unter J.C. Grün, der auch die anderen Nachbargrupen besaß wurden ab 1873 Schachtarbeiten ausgeführt um das Eisenerzvorkommen aufzuschliessen. Nach Aufbau des o.g. Tiefbauschachtes ab 1904 wurde der Grubenbetrieb von der Erzkrise im Jahre 1909 erwischt, als der Absatz der geförderten Erze durch niedrige Preise weniger Einnahmen als Kosten und damit das Ende der Grube bedeutete. Die Bergleute wurden auf den benachbarten Gruben untergebracht. 1934 wurde der Betrieb endgültig geschlossen. Der Wasserstollen mit seinem 1907 entstandenen schönen Portal diente im 2. Weltkrieg als Luftschutzstollen. Heute kann der Stollen im Rahmen einer Führung durch den Bergbau-und Feldbahnverein Schelderwald e.V. besichtigt werden.

grube ypsilante oberscheld


Die Führung beginnt mit der Ausgabe von Helmen und Geleucht. Dann wird der Besucher durch die Sammlung der Gesteine und Erze der Grube geführt und anschließend kommen wir in den ursprünglichen Stollen zum Füllort am Maschinenschacht. Hier werden verschiedene Geräte der Bergleute anschaulich erklärt.  Weiter geht es dem alten Stollen nach.

Highlight ist im weiteren Stollen im Erzgang die Vorführung der Arbeitsbedingungen der Begleute mit Schlägel und Eisen im Schein der Grubenlampe.

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Informationen, Adresse und Öffnungszeiten:

http://www.grube-ypsilanta.de