Im Gegensatz zu den normalen Bergwerkschächten hat ein Blindschacht keine Tagesöffnung. In alter Zeit war meistens von Gesenken die Rede, wenn unter einem Stollen ein Schacht abgesenkt wurde. Da das Gesenk unter der Entwässerungsebene angelegt wurde, musste häufig auch das Wasserproblem gelöst werden.  Hierfür wurde anfangs meistens das Wasser mit dem Eimer heraufgezogen, dann eine Handpumpe eingesetzt.

Den oberen Bereich des Gesenkes deckte man ab und lies darin eine Öffnung für die Förderungseinrichtung. Dazu erbaute man darauf einen Haspel.  Mit dem Eimer konnte dann Erz und Gestein aber auch Wasser gefördert werden.

Damit die Arbeiter am Haspel genug Raum zum Heraufwinden der Lasten hatten, wurde der Bereich soweit ausgehauen wie nötig war. Die Arbeiter fassten an den Hörnern des Haspels an, um den Rundbaum zu drehen. Daher nannte man diesen Raum auch "Hornstatt".