(c) Oliver Glasmacher, Endfassung 09.12.2007 Rosengarten ist wohl nach letzten Erkenntnissen ein nesterartig vorkommendes Erzvorkommen am Nordhang des Baukloh. Auch hier wurde Eisenstein gefördert um diesen in der Endorfer Hütte zu Eisen zu schmelzen.

Hier wurde die Eiserne Hutzone bereits vor einiger Zeit, wahrscheinlich auch noch im 17./18. Jahrhundert gewonnen. Der entsprechende Abschnitt ist übersäät von Pingen.

Nachdem die Erze in der Grube Rothloh abgebaut waren und die anderen Vorkommen nicht genug Erze zur Aufrechterhaltung der Christinenhütte in Sundern liefern, versucht die Gewerkschaft Wildewiese auch am Rosengarten mit einem aufwändigen Stollenprojekt neue Aufschlüsse zu erschließen und abbauwürdige Erzvorkommen zu finden.

1856 wurde ein tiefer Stollen im Rottensiepen angesetzt, und in Richtung der Lagerstätte Rosengarten aufgefahren um das Lager unter den alten Pingen aufzuschließen. 1864 wurde die Lagerstätte angetroffen und weiter nach Westen streichend verfolgt. Zwischenzeitlich kam das Projekt immer wieder ins Stocken. 1899 wird der Theresienstollen wieder aufgewältigt. Mit 2 Mann Belegschaft soll das Lager in Nordöstlicher Richtung solange überfahren werden bis es bauwürdig erscheint ! Die Erfolge sind spärlich: Gefunden werden mehrere Erzmittel mit schwankenden Mächtigkeiten von 0,75 - 3 m.

Nach dem 1901 die Arbeiten eingestellt wurden, kam mit einem neuen Gesellschafter 1905 auch neuer Elan ins Bergwerk. So wurde die Zimmerung ausgebessert und neue Laufbohlen verlegt. Die Aufschlußarbeiten wurden fortgesetzt. 1906 wurde jede Hoffnung endgültig aufgegeben. Der Stollen wird heute zur Wassergewinnung genutzt und außer der großen Halde lässt nichts mehr auf ein Bergwerk schließen. Dagegen hat sich am Berg vom Bergbau der Alten eine Mondlandschaft erhalten, wie die nachstehenden Bilder belegen.

Pingen Grube Rosengarten Klosterbrenschede

Pingengelände Sundern Klosterbrenschede

Wassergewinnung Theresienstollen Klosterbrenschede Sundern

Quelle: Sammlung Alterbergbau