Heute habe ich mich bei Sundhellen in Meinerzhagen umgesehen. Da soll es nach Quellen und der Grundkarte ein alten Bergbaugelände geben.

1471 wird ein Berg genannt, "die Zonthelden"1. Es ist eine Verleihung auf Eisenerz an Henneken Weyland. Auf den Namen werden wir wieder kommen. Nach 'von Steinen'  1755 soll es aber ein Kupferbergwerk gewesen sein, welches, da es nichts einbrachte, verlassen wurde. Nach Voye auf Blei und Silber. Letzteres deckt sich mit dem Silberkuhlenberg.

Nach einem Feldbesichtigungsprotokoll handelte es sich bei dem Vorkommen um einen Gang der mit 60° nach Süden einfällt. Die Ausfüllmasse bestand aus Hornstein, Kalkspat, Bleiglanz, Weissbleierz, Kupferkies, Zinkblende und Schwefelkies.  Die Mächtigkeit soll bis mehr als 2 Meter betragen haben.

1802/03 ist hier auf einer Karte ein Bergwerk eingetragen. Hier hatte eine Gewerkschaft einen neuen Stollen angefangen. Sie traf aber keine Erze an und hatte daher den Betrieb wieder aufgegeben.

Ab 1835 wurde ein neuer Versuch unternommen.  Der Stollen wurde nun weiter getrieben und ein altes Gesenk wieder aufgewältigt. Dort wurden Strecken angesetzt.  Die Erze wurde gefunden und der Gang war bis 20 cm mächtig.  Aufgrund der Funde erhielt der Finder die Verleihung der Grube Weylandsberg am 22. Mai 1849 auf Blei-, Kupfer und Zinkerze.  Anscheinend muss es sich um den Erzgang von 1471 handeln.

1850 verkaufte er das Grubenfeld an Parke Pitter und die Gesellschaft Rhenische Consolidated Mining Company. Diese betrieben die Grube Wildberg. Sie schaffte eine Maschine, wahrscheinlich ein Lokomobil dorthin. Die Unwegbarkeit erschwerte diese Aktion erheblich.

Damit wurde nun das Gesenk wieder trockengelegt und in den schon erwähnten Strecken Abbaue angelegt. Der Absatz der geförderten Bleierze war wieder besonders schwierig. Die Wasserzuflüsse waren aber auch zu stark für die Pumpe. Nach 3 Jahren wurde der Betrieb wieder eingestellt.

1855 war die Grube schon wieder in anderem Besitz. Diesmal versuchte sich Carl Theodor von Diepold zu Dortmund.  Er nannte die Grube Kolberg und nahm den Betrieb auf. Aber 1857 war die Grube schon nicht mehr in Betrieb.

Im Grubenfeld Weylandsberg fand ich bislang nur diesen Stollen. Er ist mit einer Betonmauer verschlossen. Die große plattierte Halde bietet Platz für ein Maschinenhaus.

Stollen Sundhelle

Literatur :

Dösseler, Emil: Süderländische Geschichtsquellen, Band I, 1954

Fittig, Eduard: Zur Geschichte von Meinerzhagen, Meinerzhagen 1909

Nehls, Alfred: Aller Reichtum lag in der Erde, Gummersbach 1993