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Wahrscheinlich haben die Herren von der Hees im Mittelalter hier nach Bleierzen geschürft. Belegen laesst sich dieses nicht, jedoch sind heute noch mehrere verschlossene Stollen und ein tiefer wassergefüllter Einsturz vorhanden.

Im Stollen Grube Petrischluessel

Wie überall wurde auch diese Grube am 1. April 1855 auf ein Längenfeld neu verliehen und später nach Erlaß der neuen Bergordnung auf ein Geviertfeld erweitert und durch weitere Grubenfelder vergrößert:

Aufgrund des Umwandlungs-Antrages vom 11. Dezember 1865 wird der Gewerkschaft des Bergwerkes "Petrischlüssel", vertreten durch deren Repräsentanten Wilhelm Fischbach zu Siegen, an Stelle des in der angehefteten Verleihungs-Urkunde vom 1. April 1855  bezeichneten Längenfeldes unter dem Namen "Petrischlüssel" das Bergwerkseigentum in dem in der Gemeinden Oberhees, Kreis Siegen, Regierungsbezirk Arnsberg und im Oberbergamtsbezirk Bonn belegenen Felde welches einen Flächeninhalt von 25 000 Quadratlachtern hat und dessen innere Grenzen auf dem am heutigen Tage beglaubigten Situationsrisse mit den Buchstaben  E.F.G.H. bezeichnet sind, zur Gewinnung der in dem Felde vorkommenden Blei- und Kupfererze nach dem Berggesetze vom 24. Juni 1865 hierdurch verliehen.
urkundlich ausgefertigt.
Bonn. den 26. März 1866
(L.S.) Königliches Oberbergamt.

Im Namen des Königs.
Auf Grund der Muthung vom 14. Dezember 1865 wird der Gewerkschaft der Grube "Petrischlüssel", vertreten durch deren Repräsentanten Wilhelm Fischbach zu Siegen, unter dem Namen "Neuer Petrischlüssel" das Bergwerkseigentum in dem in der Gemeinden Oberhees und Meiswinkel, Kreis Siegen, Regierungsbezirk Arnsberg und im Oberbergamtsbezirk Bonn belegenen Felde welches einen Flächeninhalt von 24 993  Quadratlachtern hat und dessen  Grenzen auf dem am heutigen Tage beglaubigten Situationsrisse mit den Buchstaben A. B. C. D. E. bezeichnet sind, zur Gewinnung der in dem Felde vorkommenden Blei- und Kupfer- und Zinkerze nach dem Berggesetze vom 24. Juni 1865 hierdurch verliehen.
urkundlich ausgefertigt.
Bonn. den 10. Juli1866
(L.S.) Königliches Oberbergamt.


Stollen Grube Petrischluessel

Es handelte sich um zwei Gangmittel, die Kupferkies aber vorallem Bleiglanz und Zinkblende führten.  Auf den Gängen war das beste Mittel der Hauptgang, welcher aber nur auf bis zu 0,5 m Mächtigkeit kam. Der zweite Gang war dagegen noch unbedeutender.

Durch 2 Stollen, einem alten oberen Stollen und einem tiefen Stollen, der in den 1860iger Jahren angelegt wurde, wurden diese Gänge aufgeschlossen. Gefördert wurden einige Hundert kg Blei-, Zink- und auch Kupfererze.

Zuletzt wurde die Grube 1895 betrieben.

Heute haben sich die beiden Stollenmundlöcher erhalten, die leider mit Ziegelmauerwerk vermauert sind.

Es wäre auch hier interessant, mehr über den Betrieb und die Aufschlußversuche zu erfahren. Großen Erfolg hat dieses Bergwerk wohl nicht mehr gehabt.

Stollen Grube Petrischluessel

Literatur:

T. Hundt, G. Gerlach, F. Roth, W. Schmidt: Beschreibung der Bergreviere Siegen I, Siegen II, Burbach & Müsen; Bonn 1887

Amtsblatt für den Regierungsbezirk Arnsberg: mit öffentlichem Anzeiger. 1866