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Im kleinen Dörfchen Dahl im Olper Land wurde am 13. Oktober die Grube Vereinigter Silberberg aus folgenden Grubenfeldern konsolidiert:

Eisenbergwerk Algier (verliehen am 26. Jan 1867),
Eisen-, Kupfer- und Bleierzbergwerk Macmaon (verliehen am 26. Januar / 6. Nov. 1867),
Blei- und Kupfererz Silberberg (verliehen am  9. Oktober 1867),
Blei-, Kupfer- und Zinkerzbergwerk Fortuna I, (verliehen am  9. Oktober 1867),
Blei-, Kupfer- und Zinkerzbergwerk Kronthal, (verliehen am  9. Oktober 1867),
Eisenbergwerk Fortuna II (verliehen am 10. Februar 1869),
Eisenbergwerk Silberberg II (verliehen am 10. Februar 1869).

Dabei ging alles so hoffnungsvoll los. 1850 war im Fundschacht Algier Eisenerz entdeckt worden. Mit einem Stollen sollte der Fundpunkt unterfahren werden.  Nachdem der Stollen nach 46 m unvollendet blieb, wurde er durch Hieronymus Stettner, Johann Peter Stutte und Johannes Lersch, die eine Gewerkschaft zu gleichen Teilen bildeten, wieder aufgenommen.

Durch weitere Schürfarbeiten in der Nachbarschacht des Schachtes Algier, konnten sie mit einer Belegschaft von 3-5 Mann weitere Erzfunde nachweisen. Dadurch entstand die Grube Macmaon, die an die Grube Algier nach Südwesten anschloß. Ein kurzer Schurfstollen erschloß den Fundpunkt dieser Grube. Der weitere Aufschluß konzentrierte sich dann auf die Fundpunkte im Streichen des Algierganges. Hier wurden noch weitere Gruben erschürft und nach und nach verliehen.

 silberberg olpe dahl

Untertage im Stollen fanden die Bergleute eine Kluft, die Eisenerz, Bleiglanz, Kupferkies und Weißbleierz sowie Zinkerz aber kein Silber führte. Auch im Blei war kein Silber enthalten. Vielleicht wurde der Name auch gewählt da man sich erhoffte hier Silber zu finden.

Da die Erze nicht sehr mächtig und unrein auftraten, war das Vorkommen nicht bauwürdig. Dann verbreite sich das Erz zwar auf 30 cm aber wurde durch eine weitere Kluft abgeschnitten. Das Ende aller Hoffnungen. Daher wurden schon 1876 die Arbeiten eingestellt.

Von 1881 bis 1882 wurde der Stollen nochmal für weitere Arbeiten aufgeschlossen. Dann wurden nur noch die Grubenanteile gehandelt. Die 3 Schürfer hatten jedenfalls alle ihre Grubenanteile unter das Volk gebracht. 36 Kuxenbesitzer gab es zeitweitlig mit 1-10 Kuxen.

Dann gelangten um 1928 alle Anteile in eine Hand. Die Bergbau AG Lothringen rundete damit ihren Grubenbesitz ab, ohne selbst dort tätig zu werden. 1940 erwarb die "Sieg Lahn Bergbaugesellschaft" die Anteile. Betrieb ist jedenfalls nicht mehr aufgenommen worden.

Zuletzt wurde der Stollen wohl zur Wassergewinnung genutzt.