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Die Erschürfung der Grube erfolgte wahrscheinlich durch den Steiger Peter Dettmer aus Neuenkleusheim. Er beteiligte Seinen Bruder Adrian und Wilhelm Wacker ebenfalls aus Neuenkleusheim an dem Bergwerk und bildete mit zahlreichen Kaufleuten und Fabrikanten des Rhein- und Siegerlandes eine Gewerkschaft. Die Mutung wurde am 22. Dezember 1866 eingelegt.

Die Verleihung des Bergwerkes erfolgte 1867 an die Gewerkschaft auf Eisen-, Blei-, Kupfer- und Zinkerze. Durch einen Schürfstollen waren bei 50 m Länge die Erze aufgeschlossen worden. Nun wurde mit dem Kapital der Gewerkschaft der Erzgang in der Tiefe untersucht. Hierzu wurde eine Hornstatt ausgebrochen und eine Gesenk im Einfallen des Ganges ausgehauen. Wenn der Bericht wiedergibt, dass schöne Eisensteinschnüre von 2-3 Zoll mit Kupfer und Bleierz gefunden wurden dann ist dies kein Zeugnis für gute Aussichten. Die Arbeiten wurden schon im September des Jahres eingestellt.  2 Mann schürften dann noch 4 Wochen erfolglos übertage.

Die markscheidende Grube Eisenwerk  wurde nach dem gleichen Schema verliehen. Am 28.Januar 1867 auf Eisenerze.

1872 hatte man Hoffnung auf bessere Erzfunde als bei Preußen. Mit 5 Mann wurden noch mal 3 Monate lang Schürfe aufgeworfen um den Gang zu untersuchen und ein Schacht angelegt, da der Gang hier eine Mächtigkeit von 3-4 Metern hatte. Darin zeigte sich Spateisenstein von 3-4 Zoll Stärke.  Der Schacht wurde 9 m tief weiter abgeteuft und dann ein Stollen angelegt. Durch mehrere Versuchsstrecken den Gang wurde das Vorkommen aufgeschlossen. Der Eisenstein zeigte sich hier nur noch sehr unedel in einzelnen Schnüren, die auch noch mit Blei und Kupfererz vermengt waren.  Der weitere Vortrieb des Stollens mit weiteren Strecken, die alle 15 m in den Gang gehauen wurden, wurde bis 1876 fortgesetzt ohne das sich bessere Erzfunde ergaben. Zuletzt wurde der Stollen einfach in den Gang verlegt.

1878 wurde das Liegende und Hangende durch Querschläge auf Nebengänge untersucht. Man wollte nicht glauben, dass es hier keine reiche Erze gäbe. Das Glück tat sich den Hauern auf. Es wurde ein 3 Zoll mächtiges Bleierzstück gefunden und sogleich wurde diesem eine Strecke nachgehauen.  Der Betrieb kam dann aber 1880 aber zum Erliegen, da viele Gewerken mit der Zubusse im Rückstand waren und die Gewerkschaft die Löhne nicht mehr zahlen konnte.

Das Ergebnis war die Zwangsversteigerung 1938. Dadurch wurde die Berechtsame durch den Besitzer der Grube Elpertshagen zur Arrondierung des Grubenfeldbesitzes erworben.

Von der Grube Preußen hat sich die kleine Halde des Stollens erhalten. 

Grube preussen neuenkleusheim

Von der Grube Eisenwerk ist noch der Einschnitt des Stollens neben der Straße in einem Kleinen Siepen erhalten.

 

An dieser Stelle hinweis auf den Vortrag am 24.11.2015 in Neuenkleusheim.