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In alter Zeit als es noch üblich war, den Vortrieb mit Schlägel und Eisen auszuführen wurde in einem Versuchstollen nach Bleierzen gesucht. Dieser wurde aber erfolglos aufgegeben.  Erst im 18. Jahrhundert wurde dann wieder nach Erzen gesucht.

Es wurde ein lagerartige Bleierz vorkommen am sogenannten Gebirge Heismicke und am Beil in der Gemarkung Bracht erschürft und am 17. Dez. 1865 unter dem namen JOHANNI gemutet. Die Verleihung geschah am 31. Oktober 1865 an anton Hoppe auf Bleierze.

Er teilte die Anteile der Grube in einer Gewerkschaft  mit folgenden Gewerken gleichmaessig:

 

  • Schankwirt anton hoppe,
  • Techniker Rudolf Härche,
  • Wilh. Köttgen zu Unterbarmen
  • F. Wilh. Hoelken zu Barmen-Wichlinghausen

 

Am 9. Juli 1867 wurde das Grubenfeld noch entsprechend dem neuen Berggesetz von 1865 erweitert. Zur Arrondierung wurde auch noch das benachbarte Grubenfeld Johannesberg durch Köttgen erworben.

 

Dann wurde ein tiefer Stollen angesetzt und 120 m in Richtung der Erzlagerstätte vorgetrieben und die Gewerkschaft verkaufte die Bergbaurechte an zahlungskräftige Investoren. Diese begannen erst wieder 1890 mit der Betriebsaufnahme. Sie trieben den Stollen weiter und trieben ebenfalls einen querschlag 40 m lang um dort ein Sprengstofflager einzurichten. 1892 kamen die Arbeiten wieder zum Erliegen.

Nachdem die Gewerkschaft durch einen Geldspritze der Essener Kreditbank die Zubuße in Höhe von 10.000 Mark genehmigt hatte wurden die Aufschlussarbeiten 1898 wieder aufgenommen. Im Querschlag wurde nun ein Lichtloch hergestellt um hier mit frischen Wettern im angetroffenen 2. Erzgang weiter aufzufahren.

Auch im alten Versuchsstollen wurden nochmals Untersuchungsarbeiten durchgeführt und ein neuer Versuchstollen oberhalb sollte den Gang ebenfalls erschliessen.   Die vormalige Lagerstätte wurde ebenfalls im tiefen Stollen erreicht und nach Norden und Süden untersucht. In einer Gangausfüllung aus Schwerspat kam der Bleiglanz nur mittelmäßig abwechselnd eingeprengt vor. Da der Gang im Süden abgeschnitten war wurden die Untersuchungsarbeiten auf den nördlichen Teil verlegt.

Nun wurde ein neuer Tiefbauschacht angelegt. Zur Förderung diente ein Dampfhaspel und zur Wasserhaltung 2 Pulsometer die von einem Lokomobil Dampf für den Antrieb erhielten.
Bei 39 m Tiefe wurde 1901 die 1.Tiefbausohle angelegt. 

Zur Bewetterung der Grubenbaue sollte der alte Richtschacht ebenfalls bis zur Tiefbausohle verlängert werden. Dazu kam es jedoch nicht mehr. Die Knappschaftskasse forderte 700 Mark und die Gewerken waren nicht bereit weitere Zubuße zu leisten.  Die Gewerkschaft wurde am 31.12.1901 zwangsversteigert.

 

Käufer war Gustav Dürholt. Er gab wiederum 60 % der Anteile an Neuschäfer ab, der vorher schon mit 1/4 an der Grube beteiligt war.  Es wurde jedoch nur 1903 nochmals der Stollen repariert. Ansonsten ist kein weiterer Betrieb umgegangen.

 

Quellen/Literatur:
Abschrift der Betriebsakte Johanni bei Bracht

 

Oberbergamt Bonn (Hrsg.):Beschreibung der Bergreviere Arnsberg, Brilon und Olpe sowie der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont. Bonn. 1890.

 

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