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In der Nähe der Grube Lentermicke lag auch die Grube Zeppenfeld. Durch die Schürfarbeiten der Würdinghauser Hüttengewerkschaft wurde im Kreis Olpe nach Erzvorkommen gesucht, um damit die Würdinghauser Hütte zu betreiben. So fand Johann Anton Zeppenfeld dann auch hier am Wolfshorn den Eisen-, Kupfer- und Bleierzgang und nannte ihn Vereinigter Landtag. Nach der Mutung am 17. April 1848 wurde das Erzvorkommen gemeinsam mit dem Bergamt besichtigt.

In zwischen hatte Zeppenfeld einen Stollen auf die Lagerstätte getrieben um den Gang in der Tiefe zu untersuchen. Es stellte sich heraus dass es sich um eine Gesteinsschicht aus Grauwacke handelte, die von dichtem Rot- und Brauneisenstein mit Quarz durchzogen war. Am 19. Oktober 1848 wurde die Grube jetzt unter dem Namen Zeppenfeld verliehen.

Im nächsten Jahr wurde im Stollen das Erzvorkommen weiter unterfahren und untersucht. Im September wurde der Gang ca. 90 cm breit aufgeschlossen. Jetzt brachen in einer quarzigen Gangmasse Eisenglanz und Brauneisenstein. Es wurde versuchsweise Erze gefördert, dann aber der Betrieb eingestellt.

Nach der üblichen Vergrößerung des Grubenfeldes am 29. März 1866 durch die Germaniahütte, der die Grube inzwischen gehörte, wurde die Grube erst 1919 wieder aufgebaut. Im nächsten Jahr wurde ein Sprengstoffraum angelegt und ein Gesenk im Gang abgesenkt. Wegen der schlechten Wirtschaftslage kam der Betrieb wieder zum Erliegen.

Die Grube verfiel. Die Gewerkschaft der Grube wurde 1935 als Mantelgesellschaft verkauft und für ein anderes Unternehmen in Mayen verwendet. Zuletzt nutzte ein Stuckateurbetrieb den Mantel.

Im Wald findet man noch die Pinge der Fundgrube von 1848 und den eingefallen Stollen mit der Halde.

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